Ortsumgehung Fauerbach - Stand der Dinge

Aufgrund unserer aktiven, aber stets sachlichen Informationspolitik auf dieser Seite und in den Medien, wird das Thema "Teilortsumgehung Friedberg-Fauerbach" inzwischen in der Öffentlichkeit wahrgenommen.
In einer Vielzahl von Gesprächen, Mails und nicht zuletzt Gegnerregistrierungen, wurde inzwischen große Solidarität mit unserem Anliegen, diese Straße zu verhindern, bekundet.

Inzwischen lagen die Pläne für den Bau der Teilortsumgehung Friedberg-Fauerbach vom 1. bis 31. März 2010 im Friedberger Rathaus aus.
Gegen diese Pläne haben ca. 800 Betroffene Einwände erhoben, so dass dem RP insgesamt 27 Ordner mit mehr als 12.000 Seiten übergeben werden konnten.
Bedenkt man die knappe Auslegungsfrist von 4 Wochen und die hohe Anzahl der eingegangen Einwendungen, so stellt man fest, dass - entgegen häufig anderslautenden Aussagen von Vertretern der lokalen Politik – ein großer Teil der Friedberger Bürger den Bau der TOU Fauerbach nicht befürwortet.
Die Bürgerinitiative gegen die TOU erwartet nun vom Regierungspräsidium Darmstadt, dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten und dem Hessischen Verkehrsministerium, dass diese Einwendungen sachlich geprüft werden. Diese Prüfung wird zu dem klaren Schluss führen, dass ein Bau der TOU Fauerbach aufgrund der geänderten Sachlage keinen Sinn mehr macht. Für den Bau der TOU Fauerbach gibt es zum heutigen Zeitpunkt keine schlüssige Rechtfertigung mehr.

Man fragt sich, aus welchem Grund eine Maßnahme die alle Bürger entlasten soll, so hinter verdeckter Hand vorangetrieben wurde.
Kann es etwas damit zu tun haben, dass diese Straße von einem erheblichen Teil der Friedberger Einwohner überhaupt nicht erwünscht ist?

Die so genannte Teilortsumgehung Friedberg-Fauerbach rückte vor ca. 15 Jahren in den Mittelpunkt, als eine Einzelhandelskette (Massa/Real) auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik einen sehr groß angelegten Supermarkt bauen wollte. Diese Planung hätte zusätzliches Verkehrsaufkommen verursacht.
In Fauerbach war sehr schnell der Widerstand organisiert, Eingaben gemacht, Forderungen wurden erhoben. Letztlich blieb als ganz große Forderung der Bürgerinitiative Fauerbach die Entlastung Fauerbachs vom Durchgangsverkehr. Eine Verkehrzählung kam damals zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Verkehr Fauerbach in Ost-West-Richtung durchquert und dass mit einer Verlängerung der Fritz-Reuter- Straße eine erhebliche Entlastung der Dorheimer Straße erzielt werden könnte. Stadtplanerisch sollte diese neue Strasse auch der Anbindung der dort geplanten Verlagerung der Fachhochschule und eines Lebensmittelmarktes dienen. Die Trasse war auf einer grünen Wiese geplant, die Realisierung von B3a und Ortsumgehung Dorheim war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.

Heute befindet sich die Fachhochschule auf dem ehemaligen Rüster Gelände in der Friedberger Innenstadt. Die Lebensmittelmärkte wurden auf dem ehemaligen Schwarz & Ulrich Gelände errichtet. Die B3a ist bereits fertiggestellt und die Ortsumgehung Dorheim befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Auf der ehemaligen "Grünen Wiese" stehen inzwischen 130 Wohnhäuser mit ca. 400 Bewohnern.

Ungeachtet der neuen Situation wird jedoch an der alten Planung festgehalten. Durch den Bau der B3a und der Ortsumgehung Dorheim wird die ursprüngliche Forderung, den Durchgangsverkehr in der Dorheimer Strasse zu reduzieren, bereits erfüllt. Bei der kontrovers geführten Diskussion über das dort verbleibende Verkehrsaufkommen kann es noch keine gesicherten Zahlen geben.
Planungssicherheit wird nur eine Zählung nach Fertigstellung der Dorheimer Umgehung geben. Die genauen Zahlen sind notwendig, um eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten zu finden und nicht eine auf falschen Daten basierende Fehlplanung umzusetzen, die Natur zerstören, mindestens genauso viele - wenn nicht sogar mehr - Menschen belasten und 5 Millionen Euro Steuergelder verschlingen würde.
Aus diesem Grund muss die Fertigstellung der Straßen abgewartet werden, um weitere Planungen auf dem dann real gezählten Verkehrsaufkommen basieren zu lassen.

Über diesen Anschluss der B455 aus Richtung Dorheim an die neue B3a fließt seit dem 12. November 2009 ein Großteil des ehemaligen Verkehrs in der Fauerbacher Dorheimer Straße ab. Nach Fertigstellung der OU Dorheim wird Dorheim in Richtung Wöllstadt zur Sackgasse und leitet so den Durchgangsverkehr zwangsweise auf die neue B3. Dadurch wird dann nochmals der jetzt noch verbleibendende Verkehr in der Dorheimer Straße in Fauerbach erheblich reduziert.

Durch den Bau der Ortsumgehung Dorheim und der B3a wird eine Reduzierung des Verkehrs in der Dorheimer Straße in Friedberg/Fauerbach auf ca. 6.400 Fahrzeuge pro Tag erwartet.

Nahezu alle zumindest im Internet veröffentlichten hessischen Strasenprojekte haben eine aktuelle Verkehrsbelastung von mindestens 10.000 bis teilweise über 30.000 Fahrzeuge pro Tag. In der Dorheimer Straße handelt es sich um 6.400 KFZ/24h.

Die Trasse dieser Teilortsumgehung ist keine Umgehung sondern eine Verkehrsverlagerung im Ort.
Die geplante Verkehrsführung grenzt an ein neues Wohngebiet und zerschneidet ein viel genutztes Naturreservat.

geplante Streckenführung

geplante Streckenführung

Nachdem die Planunterlagen für die Ortsumgehung öffentlich ausgelegt waren, werden die Einwände nun geprüft. Danach folgt ein Erörterungstermin.

Mit ihrem Veto helfen Sie uns den Bau dieser Straße zu stoppen!